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Rassenbegriff und Rassismus

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Re: Rassenbegriff und Rassismus

Beitragvon Der böse Wolf am Di 6. Feb 2018, 06:35

Oblomov hat geschrieben:Im Eintrag "Rassismus" der Wikipedia, um den sicherlich intensiv hinter den Kulissen gekämpft wurde, steht:
"Dabei betrachten Rassisten alle Menschen, die ihren eigenen Merkmalen möglichst ähnlich sind, grundsätzlich als höherwertig, während alle anderen (oftmals abgestuft) als geringerwertig diskriminiert werden."

Und das ist sicher auch zutreffend, denn wie wir ja nun alle wissen, wird die Verwendung des Begriffes Rasse beim Menschen von Rassisten ja überhaupt nur zu diesem Zweck aufrecht erhalten.
Umso wichtiger fände ich es, in der öffentlichen Diskussion sauber zu trennen, welche Motive der Migrationskritik tatsächlich rassistisch sind und welche nicht. Denn mir zum Beispiel liegt es völlig fern, Kulturen, die mir kompatibel zu unseren europäischen erscheinen, grundsätzlich als höherwertig zu proklamieren. Ich weise lediglich auf Unterschiede hin und bezweifle, dass man sie erfolgreich mischen kann.

Oblomov hat geschrieben:Das heißt verkürzt: Mir/uns ähnlich = gut versus Mir/uns unähnlich = nicht so gut/wertvoll.

Ja, so geht Rassismus bzw. Chauvinismus, falls man den Rassenbegriff bereits verworfen hat.

Oblomov hat geschrieben:Diese Differenzierung praktiziert auf der intuitiven Ebene jeder Mensch, weshalb wir "tief drin" alle Rassisten sind.

Nein, dem widerspreche ich!
Es gibt sicher Kulturen, denen ich eine grundsätzliche Minderwertigkeit attestieren würde, wenn ein tragendes Element zum Beispiel die prinzipielle Unterdrückung und Entrechtung bestimmter Bevölkerungsgruppen ist.
Wenn aber Menschen, die in einem solchen Kulturkreis aufgewachsen sind, das ebenso widerwärtig finden wie ich, dann heiße ich sie in meiner Nachbarschaft vorbehaltlos willkommen.

Oblomov hat geschrieben:Wobei ich nicht verstehe, was daran prinzipiell falsch sein soll, die eigene Gruppe zu bevorzugen. Natürlich ist es auf jeden Fall...

Das ist nicht eindeutig geklärt. In der Spieltheorie gibt es durchaus Modelle, die den Vorteil der Kooperation belegen. Insofern unterscheiden Menschen und einige höher entwickelte Viecher sich von einfacheren lebenden Strukturen, weil unser Gehirn kooperatives Verhalten überhaupt erst möglich macht.
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Re: Rassenbegriff und Rassismus

Beitragvon Heraklit am Mo 12. Feb 2018, 19:05

Die Diskussion, die sich auf die kulturellen Aspekte von Gruppen bezieht, wurde abgetrennt. Sie befindet sich jetzt hier unter dem Namen >Kultur und Gruppenzugehörigkeit< im Unterforum Freidenker.
Wenn die Welt erst ehrlich genug sein wird, um Kinder vor dem 15. Jahr keinen Religionsunterricht zu erteilen, dann wird von ihr was zu hoffen sein.
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Re: Rassenbegriff und Rassismus

Beitragvon Nergal am Mo 19. Feb 2018, 20:16

doch kann man gelten lassen. Zum einen hat es was mit der Erziehung zu tun. Z.B. gilt in S-Korea die Ansicht: Gut in Mathe ist, wer viel übt. Im Westlichen Kulturkreis: Gut in Mathe ist der eine Begabung dafür hat.
Im asiatischen Kulturkreis wird schon seit längerer Zeit versucht zum westlichen Bildungsstandard aufzuschließen.

Das gilt ebenso für Afrika: so kann z.B. in Kenia, wo die Industrialisierung ansteigt und sich eine moderne Gesellschaft herausbildet kann ein Anstieg des Durchschnitts-IQ um ca. einen Punkt pro Jahr beobachtet werden.


Nein, so würde man die mathematischen Leistungen zB der Chinesen und deren jahrtausendealten Schwerpunkt auf Bildung als Plagiat ansehen. Auch habe ich immer nur gehört dass Übung den Meister macht, und nicht das Talent.

Persönlich bin ich auch nicht glücklich darüber aber es erscheint nun doch so dass auch in diesem Fall wirklich nature über nurture siegt und der IQ durch selektion und mutation bestimmt wird, und manchmal ist er für das Überleben nicht so wichtig wie andere Dinge.
Da spielen erst mal die 1+ Punkte, bei einem IQ von 72, in Kenia keine große Rolle, denn man hat hier jede Menge Vergleichsgrößen. In den USA haben Afroamerikaner im Durchschnitt 85 IQ-Punkte, und das ist das was man durch das Kreuzen von 100(Angelsachsen etc. in den USA) und 70 (Schwarzafrika) erhält, die Kultur ist auch nicht jene aus Afrika.
Dass all das durch Hunger erzeugt worden sein soll, oder durch Kriege, ist nicht glaubhaft denn dies ist nichts exklusiv afrikanisches, und Afrika leidet nicht in seiner Gesamtheit an Hunger und Krieg, dazu noch 2 ganze Standardabweichungen weg vom Norden des Planeten.
Absolut politisch unkorrekt, aber so weit erkennbar der Stand der Dinge.
Sam Harris hat es auch nicht gefallen, und er hat Charles Murray gefragt ob er seine Forschung aus morbider Neugier betreiben hat(was eigentlich viele Forschungsthemen mit einschließen würde).

Die beste Lösung wäre wohl in diesem Bereich zu Forschen und dann Eingriffe ins Erbgut vorzunehmen um Allgemein bessere Zustände herzustellen, übrigens auch meine Meinung zu dem Was man allgemein mit dem Planeten machen sollte.
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Re: Rassenbegriff und Rassismus

Beitragvon Nasobēm am Mo 19. Feb 2018, 23:06

Nergal hat geschrieben:...wirklich nature über nurture siegt

was ein Schwachsinn.
Als erstes gibt es 'den IQ' nun mal nicht, beschäftige dich doch erstmal mit dem Konzept. Das, was bei den sog. IQ-Tests an Eigenschaften bestimmt wird, ist von so vielen Faktoren abhängig, dass jeder der darüber irgendwelche 'harten' und allgemeinen Aussagen macht sich von vornherein diskreditiert.
Nergal hat geschrieben:...und der IQ durch selektion und mutation bestimmt wird, und manchmal ist er für das Überleben nicht so wichtig wie andere Dinge.

hier schwätzt du zu was von dem du offensichtlich keine Ahnung hast.
Nergal hat geschrieben:... In den USA haben Afroamerikaner im Durchschnitt 85 IQ-Punkte, ...

das passt ja in dein Weltbild.
Nergal hat geschrieben:..und das ist das was man durch das Kreuzen von 100(Angelsachsen etc. in den USA) und 70 (Schwarzafrika) erhält, die Kultur ist auch nicht jene aus Afrika.

Solangsam frage ich mich doch nach deiner Intelligenz.... :?

Gene sind 'nur' eine Basis, eine Art Grundkapital. Wer damit nicht arbeitet, positive Anlagen verstärkt, Schwächen bemerkt und versucht zu verbessern sind die besten Anlagen vollkommen für die Katz. Chancen sind aber nicht gleich verteilt. Lebt ein Kind mit viel Grundkapital in einer Umgebung die es fördert wird es aus seiner Basis mehr machen können. Bildung verstärken quasi die Anlagen, bringen sie zum erblühen. Bei Kindern mit gleichen Anlagen aus bildungsfernen Familien geschieht das Gegenteil. Daher geht die Schere im Erwachsenenalter noch auseinander und der genetische Einfluss wird größer. So kommt man zu der Aussage, dass bei älteren Menschen der genetische Einfluss bei ca. 70% liegt.

Zu der imo unsäglich dummen Studie von Herrnstein und Murray zu den genetischen IQ-Unterschieden zwischen den "Rassen" haben Elsbeth Stern und Ilonca Hardyfolgendes geschrieben:

"Herrnstein und Murray (1994) verfassten Buchs ... vorwiegend durch Re-Analyse vorliegender Datensätze nachzuweisen versuchten, dass nicht die ungünstigen Lebensverhältnisse der schwarzen US-Bevölkerung für deren schlechtes Abschneiden bei IQ-Test verantwortlich seien, sondern der genetisch determinierte niedrige IQ ihre schlechte ökonomische Situation verursache. Auf einen ersten unkritischen Blick erscheint manche statistische Analyse überzeugend, aber bei genauem Hinsehen brechen viele Argumente in sich zusammen. In einem von Fraser (1995) herausgegebenen Buch nehmen zahlreiche Experten kritisch Stellung. Nisbett (1995) kritisiert insbesondere, dass bei Herrnstein und Murray die vielen Studien unberücksichtigt bleiben, die zeigen, dass Amerikaner afrikanischer Abstammung, die zu einer guten Schule überwechselten oder an besonderen Trainingsprogrammen teilnahmen, beachtliche Zugewinne im IQ verzeichnen konnten."

Ja, es gibt Unterschiede bei den kognitiven Fähigkeiten von Menschen. Aber nicht weil sie schwarze, rote, braune, gelbe oder blaue Haut haben, sondern weil sie aus unterschiedlichen Schichten kommen, mit unterschiedlichen Lebensbedingungen, Chancen und noch vor der Geburt wirkenden unterschiedlichen Umwelten.

Deine dringende Suche nach 'rassischen' Unterschieden ist ziemlich erbärmlich.
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