atheisten.org

Diskussionen von Atheisten, Gläubigen, Freidenkern

Zum Inhalt


  • Anzeigen

Zehn Gebote für moderne Antisemiten

Was beschäftigt euch? Was haltet ihr von der aktuellen politischen Situation?

Moderatoren: TrES-4, Super-Moderator, Admins

Zehn Gebote für moderne Antisemiten

Beitragvon Schattenkind am Do 3. Sep 2009, 20:35

Nachdem ich vor geraumer Zeit selbst auf die Lügen der linken antiisraelischen Propaganda hereingefallen bin und diese verbreitet habe, wofür ich mich heute am liebsten in Grund und Boden schämen möchte, habe ich mir ein paar Gedanken darüber gemacht, wie diese Propaganda eigentlich funktioniert. In der Tat denke ich, dass Antizionismus heute fast immer eine modernisierte Form des Antisemitismus darstellt. Auf diversen Internetforen, Blogs und anderen Webseiten bin ich auf stereotype Muster gestoßen, die überall gleich zu sein scheinen. Ich habe sie in den folgenden Zehn Geboten für moderne Antisemiten und solche, die es werden wollen, zusammengefasst. Ich hoffe damit einen Beitrag zur Aufklärung über eine schleichende Propagandamaschinerie zu leisten, die aktuell dabei ist, die Hirne vieler Menschen in Europa zu vernebeln. Weitere Anregungen und Kritik sind ausdrücklich erwünscht.

________________________

Zehn Gebote für moderne Antisemiten und solche, die es werden wollen


Erstes Gebot - Hebe so oft wie möglich hervor, dass du kein Antisemit bist! Wenn nötig, lass dir eine möglichst dumme Ausrede einfallen, weshalb du nie und nimmer ein Antisemit sein kannst, z. B. weil die Palästinenser schließlich auch Semiten sind oder weil Jesus auch Jude war.

Zweites Gebot - Betone stets, wie schrecklich du den Holocaust findest, dass es jetzt aber wohl genug damit sei! Wie lange soll sich Deutschland, nach all den großzügigen Entschädigungszahlungen, denn noch kollektiv schuldig fühlen?

Drittes Gebot - Denk immer daran, was für ein mutiger, tabubrechender Held du doch bist, weil du Israel kritisierst! Deklariere dich möglichst als Opfer der "Antisemitismus-Keule". Ziehe aus dem Holocaust die Lehre, dass du nicht tatenlos zusehen kannst, wie die Israelis heute die Palästinenser unterdrücken. Unterdrückung in anderen Regionen dieser Erde ignorierst du geflissentlich, dort sind ja keine Juden am Werk.

Viertes Gebot - Immunisiere dich gegen jede Kritik. Die Massenmedien werden schließlich eh von den "Weisen von Zion" - Pardon, ich meinte natürlich die "Israel-Lobby" - kontrolliert, auch wenn statistisch gesehen rund acht Zehntel der gesamten westlichen Nahost-Berichterstattung neutral bis "israelkritisch" und nur ein Bruchteil tatsächlich pro-israelisch ist.

Fünftes Gebot - Miss mit zweierlei Maß: Selbst das kleinste Vergehen, dessen sich Israel schuldig macht, wiegt immer noch millionenfach schwerer, als das schlimmste von Palästinensern oder Anderen verübte Verbrechen! Verharmlose "Hamas, Hamas, alle Juden ins Gas"-Sprechchöre palästinensischer Demonstranten. Das meinen die doch eh nicht so...

Sechstes Gebot - Denk daran, die Palästinenser sind arme, unterdrückte Wesen! Ihre Terroranschläge auf israelische Schulbusse und Diskotheken sind nur verzweifelte Hilfeschreie. Israel hat kein Recht, sich dagegen zur Wehr zu setzen. Tut es das doch, ist dies nur ein weiterer Beweis für seine aggressive, unversöhnliche Haltung.

Siebtes Gebot - Sei vernichtend in deiner "Israelkritik": Benutze eine möglichst übertrieben-polemische Sprache, nenne Israel z. B. einen rassistischen, imperialistischen, kolonialistischen, Gottes-, Apartheids- oder was-auch-immer-Staat. Am besten sagst du, dass die Juden den Palästinensern heute dasselbe antun, was die Nazis früher den Juden angetan haben. Benutze Wendungen wie "Westbank-Ghetto" oder "KZ Gaza". Das wirkt, und es entlastet dich auch von deinen eigenen Schuldgefühlen gegenüber den Holocaustopfern!

Achtes Gebot - Vergiss auch niemals, dass bereits Israels Entstehung ein schlimmes Unrecht war und es erst dann Frieden mit den Palästinensern geben kann, wenn Israel sich kollektiv und reumütig zu seiner historischen Schuld bekennt.

Neuntes Gebot - Such dir einen "guten Juden", der auch so "israelkritisch" ist wie du, z. B. Norman G. Finkelstein, Felicia Langer oder Uri Avnery. Betone dabei stets, dass wenn ein Jude etwas Kritisches über Israel sagt, es ja unbedingt auch stimmen muss. Und ein Jude kann schließlich kein Antisemit sein, gell?

Zehntes Gebot - Vergiss niemals: Im Zweifelsfall ist immer Israel schuld! Mach Israel prinzipiell für alle Übel dieser Welt verantwortlich! Solidarisiere dich mit der Hamas und Hisbollah, nimm an Anti-Israel-Demonstrationen teil, rufe zum Israel-Boykott auf! Gib dich dabei aber stets als "Freund" Israels aus.

Befolge diese Gebote, und du kannst dir sicher sein, dass du ein waschechter Antisemit bist. Herzlichen Glückwunsch!!!
Zuletzt geändert von Schattenkind am Do 17. Sep 2009, 10:24, insgesamt 3-mal geändert.
„Das Gegenteil vom guten Menschen ist der Gutmensch!“
Benutzeravatar
Schattenkind
Gesperrt
Gesperrt
 
Beiträge: 5298
Registriert: 04.03.2006

Re: Zehn Gebote für moderne Antisemiten

Beitragvon roach am Do 3. Sep 2009, 21:33

Gefällt mir. Hier eine kleine Liste von Ideen, die man vielleicht noch einarbeiten könnte.
  • Diffamierung von Menschen mit pro-israelischen Ansichten als AIPAC-gesponsorte Jupelperser oder vom Mossad angeworbene Agenten, denen man pauschal die Urteilsfähigkeit abspricht.
  • Dezentes Einstreuen von Andeutungen zu diffusen Verschwörungstheorien, weil sie sich so unbemerkt in das kollektive Bewusstsein einbrennen, ohne dass man direkt als Verschwörungstheoretiker hingestellt werden kann.
  • demonstratives Tragen des Pali-Tuches
  • Nutzung emotionaler statt rationaler Argumentationslinien (Bilder blutender Palästinenser-Kinder und weinender Mütter, schreckliche Einzelschicksale, etc.)
  • evtl. eine im Nebensatz beläufig eingestreute Aufrechnung der Opfer des Holocausts gegen die der Bombenangriffe auf Deutschland, Verweis auf die Vertriebenen etc., einfach alles, was den Holocaust weniger schlimm und singulär erscheinen lässt
  • Verbreitung der verzerrenden Sichtweise, dass die Diaspora der Juden im Grunde eine Zeit des Friedens und Wohlstandes für die Juden war
  • Verweis darauf, dass man es den Palästinensern nicht zum Vorwurf machen kann, wenn sie über den "Landraub" wütend sind.
  • Verbreitung von unverhohlen kulturrelativistischen Ansichten ("Wenn die Mehrheit der Bevölkerung in Palästina dafür ist, dass Homosexuelle hingerichtet werden sollen, dann ist das schon in Ordnung so; ist ja schließlich deren Kultur, und wir haben nicht das Recht, uns da einzumischen.")
  • Antiamerikanismus darf natürlich auch nicht fehlen!
Benutzeravatar
roach
Foren-Spezialist
Foren-Spezialist
 
Beiträge: 734
Registriert: 25.04.2007

Re: Zehn Gebote für moderne Antisemiten

Beitragvon Schattenkind am Do 3. Sep 2009, 21:43

roach hat geschrieben:Bilder blutender Palästinenser-Kinder und weinender Mütter, schreckliche Einzelschicksale, etc.


Besonders Bilder wie dieses hier:

[...]

Zu dumm, dass der vermeindliche Palästinenser in Wahrheit ein jüdischer Student aus Chicago, Tuvia Grossman, ist, der während einer Fahrt durch Jerusalem von einer Horde palästinensischer Araber brutal zusammengeschlagen und lebensgefährlich verletzt wurde. Der Polizist auf dem Foto versucht den angreifenden palästinensischen Mob zu vertreiben.

Ausgewogene Berichterstattung...

Wo hört legitime Kritik auf und wo fängt antisemitisches Ressentiment an? Der alte, klassische Antisemitismus hat sich dadurch ausgezeichnet, dass er die Juden immer in eine No-Win-Situation brachte: So galt der reiche Jude als Ausbeuter, der arme Jude hingegen als Schnorrer und Schmarotzer; der kluge Jude war überheblich, der dumme Jude eine Belastung; wenn der Jude sich der Gesellschaft anzupasste, dann hat er, so hieß es, sich in den deutschen Volkskörper eingeschlichen; grenzte er sich hingegen von der Gesellschaft ab, hieß es, wollte er mit ihr nichts zu tun haben. Der Jude konnte also alles nur falsch machen, er hatte die wunderbare Wahl zwischen "falsch" und "verkehrt".

Wenn man sich heute die Israelkritik anschaut, fällt einem auf, dass Israel sich in sehr vielen Fällen in der gleichen No-Win-Situation befindet wie früher der einzelne Jude. Israel kann es niemandem recht machen: Zieht sich Israel aus Gaza zurück und wird weiterhin mit Qassam-Raketen beschossen, ist Israel selber schuld; zieht sich Israel hingegen nicht zurück, ist es eine imperialistische Besatzungsmacht. Hinter der Fassade scheinbarer legitimer Israelkritik verbirgt sich also in sehr vielen Fällen nichts anderes als die hässliche Fratze des altbekannten Antisemitismus.

Das Problem ist, dass dieser Antisemitismus heute nicht mehr wie früher nur ein gesellschaftliches Randproblem darstellt, sondern bereits in der Mitte der Gesellschaft salonfähig geworden ist und genau dort auf fruchtbaren Boden fällt, wo man es am wenigsten erwarten würde: bei linken Idealisten und Humanisten, Universalisten und Menschenrechtsaktivisten, Personen, die Mitgefühl für Unterdrückte und Verfolgte empfinden. Antisemitismus ist längst nicht mehr nur ein Thema rechtsextremistischer Milieus.
Zuletzt geändert von Frnk am Do 18. Mär 2010, 21:56, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Bild wegen Verdachts auf Verstoß gegen Boardregel 5 entfernt
„Das Gegenteil vom guten Menschen ist der Gutmensch!“
Benutzeravatar
Schattenkind
Gesperrt
Gesperrt
 
Beiträge: 5298
Registriert: 04.03.2006

Re: Zehn Gebote für moderne Antisemiten

Beitragvon roach am Fr 4. Sep 2009, 11:36

Das war schon vor 20 Jahren so: http://buecher.hagalil.com/berlin/antisemit.htm
Benutzeravatar
roach
Foren-Spezialist
Foren-Spezialist
 
Beiträge: 734
Registriert: 25.04.2007

Re: Zehn Gebote für moderne Antisemiten

Beitragvon Mr. Burns am Fr 4. Sep 2009, 19:01

Willst Du Schmetterlinge im Bauch, steck Dir doch Raupen in den Hintern.
Benutzeravatar
Mr. Burns
Foren-Legende
Foren-Legende
 
Beiträge: 6075
Registriert: 05.09.2008

Re: Zehn Gebote für moderne Antisemiten

Beitragvon Caramell am Fr 4. Sep 2009, 19:29

Schattenkind hat geschrieben:Wo hört legitime Kritik auf und wo fängt antisemitisches Ressentiment an? Der alte, klassische Antisemitismus hat sich dadurch ausgezeichnet, dass er die Juden immer in eine No-Win-Situation brachte: So galt der reiche Jude als Ausbeuter, der arme Jude hingegen als Schnorrer und Schmarotzer; der kluge Jude war überheblich, der dumme Jude eine Belastung; wenn der Jude sich der Gesellschaft anzupasste, dann hat er, so hieß es, sich in den deutschen Volkskörper eingeschlichen; grenzte er sich hingegen von der Gesellschaft ab, hieß es, wollte er mit ihr nichts zu tun haben. Der Jude konnte also alles nur falsch machen, er hatte die wunderbare Wahl zwischen "falsch" und "verkehrt".
Doch, doch, der Jude konnte schon was richtig machen: Sich umbringen.

Wobei... wenn ich's mir recht überlege stimmt das auch nicht, dann wäre er ja Spielverderber gewesen.
Caramell
Foren-Spezialist
Foren-Spezialist
 
Beiträge: 849
Registriert: 18.05.2009

Re: Zehn Gebote für moderne Antisemiten

Beitragvon Schattenkind am Fr 4. Sep 2009, 19:42

„Das Gegenteil vom guten Menschen ist der Gutmensch!“
Benutzeravatar
Schattenkind
Gesperrt
Gesperrt
 
Beiträge: 5298
Registriert: 04.03.2006

Re: Zehn Gebote für moderne Antisemiten

Beitragvon logo am Fr 4. Sep 2009, 19:57

Schattenkind hat geschrieben:Nachdem ich vor geraumer Zeit selbst auf die Lügen der linken antiisraelischen Propaganda hereingefallen bin und diese verbreitet habe, .....

Diese Behauptung ist unglaubwürdig.

Es dürfte Dir allerdings nicht schwerfallen, einen entsprechenden Link zu posten, da Du ja schreibst, Du hättest es verbreitet.
Warum schaust Du so unglücklich drein, hast Du noch nie eine Hochkultur untergehen sehn?
Benutzeravatar
logo
Foren-Weise
Foren-Weise
 
Beiträge: 3162
Registriert: 26.06.2009

Hura, die Geschichte wiederholt sich

Beitragvon Mr. Burns am Fr 4. Sep 2009, 20:01

http://de.wikipedia.org/wiki/Flavius_Josephus

In Rom verfasste er mehrere Werke. Als erstes schrieb er in den Jahren 75–79 n. Chr. das Werk Geschichte des jüdischen Krieges. Darin schilderte er den langen Kampf der Juden gegen Fremdherrschaft, beginnend mit der Besetzung Jerusalems durch die Seleukiden unter Antiochos IV. Epiphanes im Jahre 174 v. Chr., und den anschließenden Aufstand unter Führung der Makkabäer. Nach etlichen kleineren Aufständen gegen die jeweilige Fremdherrschaft kam es in den Jahren 66–70 n. Chr. zum großen Aufstand der Juden gegen Rom, der als Erster Jüdischer Krieg in die Geschichte einging und einen Großteil der sieben Bücher füllt.


Der Historiker Josephus und sein "Jüdischen Krieg", zeigen wie man gegen überlegene Besatzer verliert, sich Schwäche als Sieg einredet und daran zunichte geht, vor 2000 Jahren am gleichen Ort. Der Monotheist lernt einfach nichts dazu.
Willst Du Schmetterlinge im Bauch, steck Dir doch Raupen in den Hintern.
Benutzeravatar
Mr. Burns
Foren-Legende
Foren-Legende
 
Beiträge: 6075
Registriert: 05.09.2008

Re: Zehn Gebote für moderne Antisemiten

Beitragvon Schattenkind am Fr 4. Sep 2009, 20:14

Mr. Burns hat geschrieben:Der Monotheist lernt einfach nichts dazu.


Kleine Korrektur:

Mr. Burns hat geschrieben:Der Jude lernt einfach nichts dazu.


So müsste es richtig heißen. Das wolltest du doch eigentlich sagen, oder?
„Das Gegenteil vom guten Menschen ist der Gutmensch!“
Benutzeravatar
Schattenkind
Gesperrt
Gesperrt
 
Beiträge: 5298
Registriert: 04.03.2006

Re: Zehn Gebote für moderne Antisemiten

Beitragvon Mr. Burns am Fr 4. Sep 2009, 20:42

Hura, nur die einen Monotheisten in Israel sind selbstmörderisch unter Besatzung, vor 2000 Jahren darf man nicht nennen, man ist sonst ein Antisemit. Steht mein Beispiel bei Deinen 10 Geboten? Lern was dazu anstatt nur Palästinenserbashing zu betreiben.
Willst Du Schmetterlinge im Bauch, steck Dir doch Raupen in den Hintern.
Benutzeravatar
Mr. Burns
Foren-Legende
Foren-Legende
 
Beiträge: 6075
Registriert: 05.09.2008

Re: Zehn Gebote für moderne Antisemiten

Beitragvon logo am Sa 5. Sep 2009, 00:20

Mr. Burns hat geschrieben: Lern was dazu anstatt nur Palästinenserbashing zu betreiben.

Richtig erkannt Burns. Es geht ihm gar nicht um den Antisemitismus, ansonsten müssten wir ihm eine Art Verfolgungswahn attestieren, wenn man bedenkt, was er eingangs von sich gegeben hat. Humanisten und Menschenrechtsaktivisten sind die neuen Antisemiten, besser gehts wirklch nicht. Nein, er will einfach mit der Antisemitismuskeule jede Kritik an Israel zum Schweigen bringen.

Äh, Schattenkind, wie soll man denn das jüngste Massaker (auch genannt Operation Gegossenes Blei), das die IDF unter den palästinensischen Zivilisten angerichtet hat, angemessen, und ohne nach Deinen Zehn Geboten als Antisemit eingestuft zu werden, kritisieren?
Warum schaust Du so unglücklich drein, hast Du noch nie eine Hochkultur untergehen sehn?
Benutzeravatar
logo
Foren-Weise
Foren-Weise
 
Beiträge: 3162
Registriert: 26.06.2009

Re: Zehn Gebote für moderne Antisemiten

Beitragvon Schattenkind am Sa 5. Sep 2009, 10:04

logo hat geschrieben:Humanisten und Menschenrechtsaktivisten sind die neuen Antisemiten, besser gehts wirklch nicht. Nein, er will einfach mit der Antisemitismuskeule jede Kritik an Israel zum Schweigen bringen.


Das Problem dieser sogenannten Humanisten und Menschenrechtsaktivisten ist nicht etwa, dass sie kein Recht hätten Israel zu kritisieren - das darf jeder so oft er will, so wie jeder die Bundesrepublik Deutschland oder die Schweiz kritisieren darf -, sondern dass sie "Kritik" ausschließlich gegen Israel richten, dass sie deutlich mit zweierlei Maß messen und Schadenfreude empfinden, wenn sie sehen, dass auch Juden "Dreck am Stecken" haben. Mit Kritik hat das nichts zu tun, sondern mit antisemitischen Ressentiments und verdrängten Schuldgefühlen ("Die Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen"). Sie missbrauchen den Nahostkonflikt dazu, um Israel - als Repräsentanten des Judentums an sich - mal kräftig eins auszuwischen, ganz egal wie die Hintergründe des Konflikts sind und wer tatsächlich im Recht und wer im Unrecht ist. Es geht einfach nur darum zu sagen: "Seht ihr? Die Juden sind genauso Schweine wie wir!"

Mr. Burns hat geschrieben:nur die einen Monotheisten in Israel sind selbstmörderisch unter Besatzung


Exakt so ist es! Weder Juden, noch Christen sprengen sich inmitten von Schulbussen, Diskotheken und öffentlichen Gebäuden in die Luft, mit der Absicht, möglichst viele Zivilisten zu ermorden. Das tun nur und ausschließlich Moslems. Und sie sprengen sich nicht etwa wegen der Besatzung in die Luft - das ist der größte Schwindel überhaupt! Gab es etwa Selbstmordanschläge während der jordanischen oder ägyptischen Besatzung? Wollten die Palis da schon einen eigenen Staat haben? - , sondern nur und ausschließlich, weil sie Israel hassen und vernichten wollen, weil sie einen Judenstaat in ihrer Mitte nicht dulden. Ihr Motto lautet: "Palästina ist unser Land, und die Juden sind unsere Hunde"

logo hat geschrieben:wie soll man denn das jüngste Massaker (auch genannt Operation Gegossenes Blei), das die IDF unter den palästinensischen Zivilisten angerichtet hat, angemessen, und ohne nach Deinen Zehn Geboten als Antisemit eingestuft zu werden, kritisieren?


Vielleicht so wie all die Massaker, die Araber in Jordanien, Syrien und im Libanon an ihren palästinensischen Brüdern und Schwestern durchgeführt haben und in mehr oder minder regelmäßigen Abständen immer noch durchführen und über die sich kein Schwein in der Welt aufregt?

Nein, eher doch nicht, denn erstens hatte Israel einen triftigen Grund, Gaza zu bombardieren, nämlich seine eigenen Bürger - darunter auch Araber! - vor weiterem Raketenbeschuss zu schützen. Dabei konnte es keine Rücksicht darauf nehmen, dass Hamas-Terroristen sich gern mit Zivilisten umgeben, Krankenhäuser und Kindergärten besetzen, um so die Kollateralschäden in die Höhe zu treiben - was man dann natürlich Israel ankreidet.

Zweitens, und das ist der entscheidende Grund, sind an diesen Massakern, die bislang weit mehr Menschenleben gefordert haben als alle von Israel begangenen "Massaker" zusammengerechnet, waren keine Juden beteiligt. Somit gibt es weder für unsere Pseudolinke, noch für die Palis einen Grund, diese Massaker zu kritisieren.

Inzwischen glaube ich, dass die Einzigen, die tatsächlich in der Lage sind, den Gaza-Angriff angemessen zu kritisieren, die Israelis selbst selbst. Von ausländischen "Israelfreunden" ist in dieser Hinsicht leider nichts Konstruktives zu erwarten. Nur Destruktives.
Zuletzt geändert von Schattenkind am Sa 5. Sep 2009, 10:33, insgesamt 1-mal geändert.
„Das Gegenteil vom guten Menschen ist der Gutmensch!“
Benutzeravatar
Schattenkind
Gesperrt
Gesperrt
 
Beiträge: 5298
Registriert: 04.03.2006

Re: Zehn Gebote für moderne Antisemiten

Beitragvon Caramell am Sa 5. Sep 2009, 10:32

Schattenkind hat geschrieben:Nein, eher doch nicht, denn erstens hatte Israel einen triftigen Grund, Gaza zu bombardieren, nämlich seine eigenen Bürger - darunter auch Araber! - vor weiterem Raketenbeschuss zu schützen. Dabei konnte es keine Rücksicht darauf nehmen, dass Hamas-Terroristen sich gern mit Zivilisten umgeben, Krankenhäuser und Kindergärten besetzen, um so die Kollateralschäden in die Höhe zu treiben - was man dann natürlich Israel ankreidet.
Das erscheint mir wiederum doch etwas blauäugig, dass sich der Staat Israel übers absolute Minimum hinaus um die israelischen Araber kümmert.

Als Araber bist du Fremder im eigenen Land und die Juden haben Angst, dass sie gegen dich und deinesgleichen im demografischen Wettlauf den kürzeren ziehen werden.

Ich habe keine Zahlen, aber ich bin fest davon überzeugt dass die Mehrheit der Juden die arabische Minderheit als Gefahr ansieht und die Mehrheit der arabischen Minderheit den Zionismus als rassistisch ablehnen.
Caramell
Foren-Spezialist
Foren-Spezialist
 
Beiträge: 849
Registriert: 18.05.2009

Re: Zehn Gebote für moderne Antisemiten

Beitragvon Mr. Burns am Sa 5. Sep 2009, 10:34

gäääääääääääääääääääääääääääähn :D
Willst Du Schmetterlinge im Bauch, steck Dir doch Raupen in den Hintern.
Benutzeravatar
Mr. Burns
Foren-Legende
Foren-Legende
 
Beiträge: 6075
Registriert: 05.09.2008

Nächste

Zurück zu Politik

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast