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Wie viel Sinn macht die Idee vom Tod Gottes?

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Wie viel Sinn macht die Idee vom Tod Gottes?

Beitragvon ruebennase am Fr 2. Feb 2018, 13:39

Dieser Beitrag wurde aus Buchempfehlungen? abgetrennt.

manniro hat geschrieben:Nach katholischer Lehre aber noch viel schlimmer - oder auch bekloppter: Der "dreieinige Gott" läßt sich selbst von seinem Geschöpf zu Tode foltern, um diesem dessen "Sünden" vergeben zu können.

Das erscheint nur denjenigen als bekloppt, denen der tiefere Sinn dieses Geschehens verborgen bleibt.
Ist aber auch kein Wunder, wenn man sich so in die katholische Lehre verbissen hat, dass man dieses Ereignis nicht mehr abgekoppelt und unbeeinflusst davon betrachten kann.

Ein Wunder ist es eher, dass es Menschen gibt, die ihren eigenen Verstand so sehr überschätzen, dass sie einem Großteil der Menschheit so wenig Verstand zutrauen, innerhalb von 2000 Jahren die scheinbare Absurdität dieses Geschehens nicht selbst erkennen zu können.
Die Geschichte vom Kreuzigungstod Gottes wird auch diese Menschen überleben. :wink:
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Re: Buchempfehlung?

Beitragvon manniro am Fr 2. Feb 2018, 17:02

ruebennase hat geschrieben:
manniro hat geschrieben:Nach katholischer Lehre aber noch viel schlimmer - oder auch bekloppter: Der "dreieinige Gott" läßt sich selbst von seinem Geschöpf zu Tode foltern, um diesem dessen "Sünden" vergeben zu können.

Das erscheint nur denjenigen als bekloppt, denen der tiefere Sinn dieses Geschehens verborgen bleibt.


Große Neugier! Erzäh' mal.

Aber laß' mich raten: "Der "tiefere Sinn" erschließt sich nur dem.....", richtig?

Ist aber auch kein Wunder, wenn man sich so in die katholische Lehre verbissen hat, dass man dieses Ereignis nicht mehr abgekoppelt und unbeeinflusst davon betrachten kann.


Das ist in der Tat richtig. Das "Ereignis Dreifaltigkeit" ist mir außerhalb der katholischen Lehre noch nie begegnet. Da hab' ich mich wohl tatsächlich "verbissen". Was ist es den davon "abgekoppelt"?

Du siehst erneut, ich bin für jede Belehrung dankbar. :D

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Re: Buchempfehlung?

Beitragvon ruebennase am Fr 2. Feb 2018, 22:15

manniro hat geschrieben:Große Neugier! Erzäh' mal.

Ich finde, du solltest deine Neugier selbst stillen können. Ein paar Worte von mir (oder wem auch immer) würden das nicht schaffen.

manniro hat geschrieben:Aber laß' mich raten: "Der "tiefere Sinn" erschließt sich nur dem.....", richtig?

".... der es schafft, sich von seinen Vorurteilen und vorgefassten Meinungen zu lösen?". Richtig, das gehört auf jeden Fall zu den Grundvoraussetzungen.

manniro hat geschrieben:Das ist in der Tat richtig. Das "Ereignis Dreifaltigkeit" ist mir außerhalb der katholischen Lehre noch nie begegnet. Da hab' ich mich wohl tatsächlich "verbissen". Was ist es den davon "abgekoppelt"?

Dreifaltigkeit ist kein Ereignis. Das im Sinn behaltend solltest du meine Bemerkung dazu vielleicht nochmal lesen.

manniro hat geschrieben:Du siehst erneut, ich bin für jede Belehrung dankbar. :D

Ich kann schon auch zwischen den Zeilen lesen. :D

Für Belehrungen müsstest du dich an jemanden anders wenden. Ich setze voll auf die individuelle Intelligenz meines Gegenübers und beschränke mich auf das, was man heutzutage wohl "coaching" nennt. :wink:
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Re: Wie viel Sinn macht die katholische Lehre?

Beitragvon nautilus am Fr 2. Feb 2018, 22:57

ruebennase hat geschrieben:Ein Wunder ist es eher, dass es Menschen gibt, die ihren eigenen Verstand so sehr überschätzen, dass sie einem Großteil der Menschheit so wenig Verstand zutrauen, innerhalb von 2000 Jahren die scheinbare Absurdität dieses Geschehens nicht selbst erkennen zu können.

Nachdem das das einzige Argument von ruebennase zu sein scheint, gehe ich darauf ein.
Nicht alle Absurditäten sind offensichtlich. Sklaverei, Rassismus und Sexismus sind auch Beispiele, wo viele Menschen seit Jahrtausenden eine absurde Position vertreten haben. Ein Grund, warum viele Leute an absurde Mythen glauben, könnte sein, dass sich diese Absurdität nicht in absurden Handlungen offenbart. Dass es einen Messias gab, der gekreuzigt wurde, ist irgendetwas, was in der Vergangenheit geschah und an sich keine Richtlinie für jetziges Verhalten.
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Re: Wie viel Sinn macht die katholische Lehre?

Beitragvon ruebennase am Fr 2. Feb 2018, 23:24

Sklaverei, Rassismus und Sexismus sind wohl abzulehnende Positionen, in denen der andernorts diskutierten Menschenwürde keine große Bedeutung beigemessen wird, aber absurd sind sie nicht.

Im Übrigen habe ich überhaupt keine Ambitionen, über die Sinnhaftigkeit der katholischen Lehre zu diskutieren. Mir ging es ja gerade darum, das von manniro ins Spiel gebrachte, zweitausend Jahre zurückliegende Geschehen von der katholisch geprägten Interpretation abzukoppeln.
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Re: Buchempfehlung?

Beitragvon manniro am Sa 3. Feb 2018, 11:27

ruebennase hat geschrieben:
manniro hat geschrieben:Große Neugier! Erzäh' mal.

Ich finde, du solltest deine Neugier selbst stillen können. Ein paar Worte von mir (oder wem auch immer) würden das nicht schaffen.


Na also, sag' ich doch. Bescheidenheit predigen, aber mit "Erleuchteten"-Attitüde kryptisch rumsalbadern, das isses. :lol:

Allein diese widerliche Bigotterie ist ein mehr als ausreichender Grund, sich von Religionen loszusagen. Mögen sich die "Gläubigen" gegenseitig was vorheucheln.

ruebennase hat geschrieben:
manniro hat geschrieben:Aber laß' mich raten: "Der "tiefere Sinn" erschließt sich nur dem.....", richtig?

".... der es schafft, sich von seinen Vorurteilen und vorgefassten Meinungen zu lösen?". Richtig, das gehört auf jeden Fall zu den Grundvoraussetzungen.


Was mühelos erklärt, warum sich "Gläubigen" ein "tieferer Sinn" niemals erschließen kann, sie kommen von ihren "Vorurteilen und vorgefassten Meinungen" einfach nicht los. Wie auch, wenn Selbst-Denken verboten ist?

ruebennase hat geschrieben:
manniro hat geschrieben:Das ist in der Tat richtig. Das "Ereignis Dreifaltigkeit" ist mir außerhalb der katholischen Lehre noch nie begegnet. Da hab' ich mich wohl tatsächlich "verbissen". Was ist es den davon "abgekoppelt"?

Dreifaltigkeit ist kein Ereignis.


Nein, was Du nicht sagst! :lol: Und warum antwortest Du dann auf meine Feststellung:

manniro hat geschrieben:Der "dreieinige Gott" läßt sich selbst von seinem Geschöpf zu Tode foltern, um diesem dessen "Sünden" vergeben zu können.


mit:

ruebennase hat geschrieben:Das erscheint nur denjenigen als bekloppt, denen der tiefere Sinn dieses Geschehens verborgen bleibt.
Ist aber auch kein Wunder, wenn man sich so in die katholische Lehre verbissen hat, dass man dieses Ereignis nicht mehr abgekoppelt und unbeeinflusst davon betrachten kann.
(fett von mir)

:?:

ruebennase hat geschrieben:
manniro hat geschrieben:Du siehst erneut, ich bin für jede Belehrung dankbar. :D

Ich kann schon auch zwischen den Zeilen lesen. :D


Da ist nichts "...zwischen den Zeilen". Das ist lediglich eine nett formulierte Nachfrage an jemanden, der von "tieferem Sinn" und "(Nicht-)Ereignissen" katholischer Heilsgeschichte schwafelt, darüberhinaus aber jede Erklärung schuldig bleibt.

Ich setze voll auf die individuelle Intelligenz meines Gegenübers...


Tue ich auch. Manchmal sogar mit Engelsgeduld in erwiesenermaßen hoffnungslosen Fällen.

... und beschränke mich auf das, was man heutzutage wohl "coaching" nennt. :wink:


:shock: Aber ja..., jetzt sehe ich auch gerade den weißen Rauch aufsteigen...

Wenn ich mal zurückcoachen darf: Es gibt ein großes Geheimnis! Das wird aber nur dem offenbar, der dazu bereit ist. Also gehe in Dich und erforsche Dich selbst!

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Re: Wie viel Sinn macht die katholische Lehre?

Beitragvon Oblomov am Sa 3. Feb 2018, 12:24

Die katholische Lehre macht für alle die Sinn, die bereit sind, folgende Grundannahmen sich zu eigen zu machen:
- die Erkenntnisfähigkeit des Menschen ist prinzipiell beschränkt und fehlerbehaftet
- es gibt einen Gott / etwas Göttliches / etwas Absolutes
- dieser / dieses offenbart sich den Menschen

Alles Weitere sind dann Details und historisch-sozial kontingente Ausformungen (wie die Sache mit der Trinität oder dem göttlichen Selbstopfer).
ALLES hängt von den Grundannahmen ab!
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Re: Buchempfehlung?

Beitragvon ruebennase am Sa 3. Feb 2018, 14:55

manniro hat geschrieben:Na also, sag' ich doch. Bescheidenheit predigen, aber mit "Erleuchteten"-Attitüde kryptisch rumsalbadern, das isses. :lol:

Wenn man mit dem, was jemand von sich gibt, nichts anfangen kann, muss man doch nicht gleich ausfallend werden. Das hat immer einen leichten Beigeschmack von Hilflosigkeit und passt so gar nicht zu deiner "Erleuchteten"-Attitüde, mit der du uns immer über die wahren Hintergründe des Weltgeschehens aufklären möchtest. ("Wie ich schon vor vielen Jahren schrieb ...." (ungesagt implizierend: "... aber auf mich hört ja niemand.")) Und es passt auch nicht zu deinem Stil des Autoritäten-Arguments, dessen du dich bedienst, indem du uns hier reichlich oft mit Zitaten großer Denker beglückst. :lol:

manniro hat geschrieben:Allein diese widerliche Bigotterie ist ein mehr als ausreichender Grund, sich von Religionen loszusagen. Mögen sich die "Gläubigen" gegenseitig was vorheucheln.

In dem Punkt hast du mich voll auf deiner Seite.
Was uns in dem Punkt unterscheidet, ist nur deine Kompromisslosigkeit in der Ablehnung negativer menschlicher Eigenschaften, zu denen neben Bigotterie und Heuchelei auch die gern von dir gegeißelte Dummheit gehört. Fronten aufmachen führt da nicht weiter, Verständnis (und ein bisschen Humor) aufbringen schon eher, denn diese Eigenschaften schlummern in jedem von uns.

manniro hat geschrieben:Was mühelos erklärt, warum sich "Gläubigen" ein "tieferer Sinn" niemals erschließen kann, sie kommen von ihren "Vorurteilen und vorgefassten Meinungen" einfach nicht los.

Was vielleicht nur daran liegt, dass man diese immer nur bei den anderen sieht und selten bei sich selber. Mit dem Finger auf andere zeigen war schon immer die einfachste Methode der Ablenkung von den Unzulänglichkeiten der eigenen Person.

manniro hat geschrieben:Wie auch, wenn Selbst-Denken verboten ist?

Ein Vorurteil par excellence. Zeigt es doch auch, dass du mein Statement: "Ich setze voll auf die individuelle Intelligenz meines Gegenübers ...." überhaupt nicht zur Kenntnis genommen hast.
Wo ich jemals das Prinzip "Selbst-denken-verboten" vertreten haben soll, müsstest du mir mal zeigen.

manniro hat geschrieben:Nein, was Du nicht sagst! :lol: Und warum antwortest Du dann auf meine Feststellung:
manniro hat geschrieben:Der "dreieinige Gott" läßt sich selbst von seinem Geschöpf zu Tode foltern, um diesem dessen "Sünden" vergeben zu können.
mit:
ruebennase hat geschrieben:Das erscheint nur denjenigen als bekloppt, denen der tiefere Sinn dieses Geschehens verborgen bleibt.
Ist aber auch kein Wunder, wenn man sich so in die katholische Lehre verbissen hat, dass man dieses Ereignis nicht mehr abgekoppelt und unbeeinflusst davon betrachten kann.
(fett von mir)

Das Ereignis ist: "Gott lässt sich selbst von seinem Geschöpf zu Tode foltern". Ist das wirklich so schwer zu verstehen? :shock:

manniro hat geschrieben:Da ist nichts "...zwischen den Zeilen". Das ist lediglich eine nett formulierte Nachfrage an jemanden, der von "tieferem Sinn" und "(Nicht-)Ereignissen" katholischer Heilsgeschichte schwafelt, darüberhinaus aber jede Erklärung schuldig bleibt.

Dass da sehr wohl etwas zwischen den Zeilen stand, zeigt das von dir jetzt benutzte Verb "schwafeln", das du in deiner ersten Antwort noch zurückgehalten hast.

manniro hat geschrieben:
ruebennase hat geschrieben:Ich setze voll auf die individuelle Intelligenz meines Gegenübers...

Tue ich auch. Manchmal sogar mit Engelsgeduld in erwiesenermaßen hoffnungslosen Fällen.

Darüber, was "erwiesen" ist, gehen unsere Meinungen sicher auseinander. Aber könnte auf einen interessanten Test hinauslaufen, wer von uns beiden die "größere" Engelsgeduld aufbringt. :wink:

manniro hat geschrieben:Wenn ich mal zurückcoachen darf: Es gibt ein großes Geheimnis! Das wird aber nur dem offenbar, der dazu bereit ist. Also gehe in Dich und erforsche Dich selbst!

Mache ich ständig! Du auch? :wink:
Zuletzt geändert von ruebennase am Sa 3. Feb 2018, 15:29, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Wie viel Sinn macht die katholische Lehre?

Beitragvon theologe am Sa 3. Feb 2018, 18:29

Oblomov hat geschrieben:Die katholische Lehre macht für alle die Sinn, die bereit sind, folgende Grundannahmen sich zu eigen zu machen:
- die Erkenntnisfähigkeit des Menschen ist prinzipiell beschränkt und fehlerbehaftet
- es gibt einen Gott / etwas Göttliches / etwas Absolutes
- dieser / dieses offenbart sich den Menschen

Wenn man diesen 3 Grundannahmen zustimmt, macht die katholische Lehre nicht notwendigerweise Sinn, denn diese Annahmen gibt es ja auch in vielen anderen Religionen.
Und die 'beschränkte und fehlerbehaftete Erkenntnisfähigkeit des Menschen' widerspricht dem Unfehlbarkeitsdogma des Papstes.
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Re: Wie viel Sinn macht die katholische Lehre?

Beitragvon Oblomov am So 4. Feb 2018, 09:55

theologe hat geschrieben:Wenn man diesen 3 Grundannahmen zustimmt, macht die katholische Lehre nicht notwendigerweise Sinn, denn diese Annahmen gibt es ja auch in vielen anderen Religionen.
Und die 'beschränkte und fehlerbehaftete Erkenntnisfähigkeit des Menschen' widerspricht dem Unfehlbarkeitsdogma des Papstes.


Diese drei Grundannahmen sind die 'sine qua non' für die katholische Lehre. Das heißt natürlich nicht, dass daraus zwangsläufig so etwas wie diese Lehre entsteht.
(Wasser und Nährstoffe sind auch notwendig für das Wachstum von Pfanzen, was nicht heißt, dass überall dort, wo es Wasser und Nährstoffe gibt, auch schon Pflanzen wachsen)

Der Papst ist nach Ansicht der RKK nicht als Mensch unfehlbar, sondern nur in den ganz seltenen Fällen - wenn ich mich nicht täusche, bisher erst ein Mal, 1950 - , wenn er 'ex cathedra' spricht. Dann ist er so etwa wie ein Sprachrohr des Heiligen Geistes.
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Re: Buchempfehlung?

Beitragvon manniro am So 4. Feb 2018, 12:38

ruebennase hat geschrieben:
manniro hat geschrieben:Na also, sag' ich doch. Bescheidenheit predigen, aber mit "Erleuchteten"-Attitüde kryptisch rumsalbadern, das isses. :lol:

Wenn man mit dem, was jemand von sich gibt, nichts anfangen kann, muss man doch nicht gleich ausfallend werden.


Aber natürlich kann ich damit was anfangen! Ich entlarve es doch als "kryptisches rumsalbadern". Selbstverständlich wären mir vernünftige Argumente lieber, aber was will man machen...

...Verständnis (und ein bisschen Humor)...


Ja, speziell in dieser Hinsicht kann ich sicher noch Einiges von Dir lernen. :lol:

ruebennase hat geschrieben:
manniro hat geschrieben:Was mühelos erklärt, warum sich "Gläubigen" ein "tieferer Sinn" niemals erschließen kann, sie kommen von ihren "Vorurteilen und vorgefassten Meinungen" einfach nicht los.

Was vielleicht nur daran liegt, dass man diese immer nur bei den anderen sieht und selten bei sich selber. Mit dem Finger auf andere zeigen war schon immer die einfachste Methode der Ablenkung von den Unzulänglichkeiten der eigenen Person.


Na siehst Du, Du hast doch die richtigen Einsichten. Jetzt mußt Du sie nur noch auf die richtige Person anwenden.

Wo ich jemals das Prinzip "Selbst-denken-verboten" vertreten haben soll, müsstest du mir mal zeigen.


Überall da, wo von "Glauben" die Rede ist. Diese Einsicht hätte Dir aber tatsächlich selber zugetraut.

Das Ereignis ist: "Gott lässt sich selbst von seinem Geschöpf zu Tode foltern". Ist das wirklich so schwer zu verstehen? :shock:


Ist es. Noch schwerer zu verstehen ist allerdings, warum jemand diese Vorstellung nicht für "bekloppt" halten könnte.

ruebennase hat geschrieben:
manniro hat geschrieben:Da ist nichts "...zwischen den Zeilen". Das ist lediglich eine nett formulierte Nachfrage an jemanden, der von "tieferem Sinn" und "(Nicht-)Ereignissen" katholischer Heilsgeschichte schwafelt, darüberhinaus aber jede Erklärung schuldig bleibt.

Dass da sehr wohl etwas zwischen den Zeilen stand, zeigt das von dir jetzt benutzte Verb "schwafeln", das du in deiner ersten Antwort noch zurückgehalten hast.


Ja, der Herr möge mir vergeben, ich bete auch 3 Rosenkränze. Hättest Du allsdann die Güte, die angesprochene Nachfrage auch zu beatnworten? Oder planst Du ein weiteres Ablenkungsmanöver? Dann muß ich halt so lang warten, bis Dir nichts Entsprechendes mehr einfällt.

ruebennase hat geschrieben:
manniro hat geschrieben:Wenn ich mal zurückcoachen darf: Es gibt ein großes Geheimnis! Das wird aber nur dem offenbar, der dazu bereit ist. Also gehe in Dich und erforsche Dich selbst!

Mache ich ständig! Du auch? :wink:


Oh, entschuldige, da hab' ich Dein Ironieverständnis wohl deutlich überschätzt.

Im Übrigen ist mit der Metapher "Gehe in Dich und erforsche Dich selbst!" nicht gemeint: "Schau' mal nach, ob das verstaubte alte Inventar immer noch an seinem Platz steht.".

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Re: Wie viel Sinn macht die katholische Lehre?

Beitragvon Der böse Wolf am So 4. Feb 2018, 17:45

Oblomov hat geschrieben:Die katholische Lehre macht für alle die Sinn, die bereit sind, folgende Grundannahmen sich zu eigen zu machen:
- die Erkenntnisfähigkeit des Menschen ist prinzipiell beschränkt und fehlerbehaftet
- es gibt einen Gott / etwas Göttliches / etwas Absolutes
- dieser / dieses offenbart sich den Menschen
[... ...]
ALLES hängt von den Grundannahmen ab!

Ja, dem könnte ich mich anschließen. Schön kurz und prägnant gesagt.

Den ersten Punkt müsste man aber aus meiner Sicht ein wenig modifizieren.
Die Erkenntnisfähigkeit des Menschen ist ja höchstwahrscheinlich tatsächlich prinzipiell beschränkt und vor Irrtümern nicht geschützt. Das Problem bei vielen Gläubigen sehe ich darin, dass sie die begrenzte Erkenntnisfähigkeit und die unbestreitbare Möglichkeit von Irrtümern dazu missbrauchen, jedes Wissen unter einen Irrtumsvorbehalt zu stellen. Stichwort "Flache Erde": Es gibt keinen vernünftigen Grund mehr, an der Kugelgestalt der Erde zu zweifeln. Man kann die Erde umkreisen und von weitem aus jeder Perspektive anschauen und unbestreitbar sehen: sie ist rund.
Aber die Flacherdler bringen es fertig, zu sagen (und wohl auch selbst zu glauben), das sei eben einfach eine Täuschung, also eine nicht zu durchschauende Form des Irrtums.
Und genau so funktioniert eigentlich auch die christliche Legende. Das heute verfügbare und jedem zugängliche Wissen genügt eigentlich, um sicher festzustellen, dass das alles völliger Blödsinn ist. Aber Gläubige wollen, dass man dieses Wissen bezweifelt, und aus unerfindlichen Gründen schaffen sie das auch immer wieder verblüffend gut.
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Re: Buchempfehlung?

Beitragvon ruebennase am So 4. Feb 2018, 18:29

manniro hat geschrieben:Selbstverständlich wären mir vernünftige Argumente lieber, aber was will man machen...

Zu den von dir vermissten "vernünftigen" Argumenten habe ich hier schon was gesagt.

manniro hat geschrieben:Ja, speziell in dieser Hinsicht kann ich sicher noch Einiges von Dir lernen. :lol:

Dazu müsstest du erstmal damit aufhören, Humor mit Ironie, Sarkasmus und Zynismus zu verwechseln. Dann könnte es klappen. :lol:

manniro hat geschrieben:Na siehst Du, Du hast doch die richtigen Einsichten. Jetzt mußt Du sie nur noch auf die richtige Person anwenden.

Wenn ich die richtigen Einsichten habe, nützt dir das ja nichts. Dann bleibt es pure Theorie für dich.

manniro hat geschrieben:
Wo ich jemals das Prinzip "Selbst-denken-verboten" vertreten haben soll, müsstest du mir mal zeigen.

Überall da, wo von "Glauben" die Rede ist. Diese Einsicht hätte Dir aber tatsächlich selber zugetraut.

Etwas "glauben" ist bei dir also synonym mit "Selbst-denken-verboten". Kaum zu glauben.

manniro hat geschrieben:Noch schwerer zu verstehen ist allerdings, warum jemand diese Vorstellung nicht für "bekloppt" halten könnte.

Das hängt in der Regel von der Vorstellungskraft des Einzelnen ab. Worüber das etwas dürftige Urteil "bekloppt" schon einiges aussagt.

manniro hat geschrieben:Ja, der Herr möge mir vergeben, ich bete auch 3 Rosenkränze. Hättest Du allsdann die Güte, die angesprochene Nachfrage auch zu beatnworten? Oder planst Du ein weiteres Ablenkungsmanöver? Dann muß ich halt so lang warten, bis Dir nichts Entsprechendes mehr einfällt.

Ich habe nicht vom tieferen Sinn katholischer Heilsgeschichte gesprochen, sondern von dem Ereignis: "Der "(dreieinige) Gott" läßt sich selbst von seinem Geschöpf zu Tode foltern ....". Dieses Ereignis hat stattgefunden, bevor es die katholische Kirche gab.
Kannst du Ereignis und Interpretation nicht trennen? Versuch's doch mal mit dem Beten von mehr als 3 Rosenkränzen. Vielleicht erhört dich der Herr dann und versucht, bei deiner Lese- und Verständnisschwäche etwas nachzubessern.

manniro hat geschrieben:Oh, entschuldige, da hab' ich Dein Ironieverständnis wohl deutlich überschätzt.

Darin würde ich mich doch niemals mit dir messen wollen. Gott bewahre! :mrgreen:

manniro hat geschrieben:Im Übrigen ist mit der Metapher "Gehe in Dich und erforsche Dich selbst!" nicht gemeint: "Schau' mal nach, ob das verstaubte alte Inventar immer noch an seinem Platz steht.".

Also, bei mir gibt's überhaupt kein Inventar, ist alles leer, nichts sammelt sich an. Und wo nichts ist, kann sich auch kein Staub ansammeln. Wie sieht's bei dir aus?
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Re: Wie viel Sinn macht die katholische Lehre?

Beitragvon nautilus am So 4. Feb 2018, 21:24

ruebennase hat geschrieben:Sklaverei, Rassismus und Sexismus sind wohl abzulehnende Positionen, in denen der andernorts diskutierten Menschenwürde keine große Bedeutung beigemessen wird, aber absurd sind sie nicht.

Kommt drauf an, wie weit man den Begriff fasst. Im Alltag kann das auch so viel, wie falsch bedeuten.

ruebennase hat geschrieben:Im Übrigen habe ich überhaupt keine Ambitionen, über die Sinnhaftigkeit der katholischen Lehre zu diskutieren. Mir ging es ja gerade darum, das von manniro ins Spiel gebrachte, zweitausend Jahre zurückliegende Geschehen von der katholisch geprägten Interpretation abzukoppeln.

Ich verstehe. Beziehst du dich also auf "Gott lässt sich selbst von seinen Geschöpfen zu Tode foltern"?
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Re: Wie viel Sinn macht die katholische Lehre?

Beitragvon Herr der Augenringe am So 4. Feb 2018, 23:03

Der "dreieinige Gott" läßt sich selbst von seinem Geschöpf zu Tode foltern, um diesem dessen "Sünden" vergeben zu können.


Das erscheint nur denjenigen als bekloppt, denen der tiefere Sinn dieses Geschehens verborgen bleibt.


Was ist denn Deiner Ansicht nach der tiefere Sinn dieses Geschehens?

Danke im Voraus.
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