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Jasenovac - ein Verbrechen wird totgeschwiegen

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Jasenovac - ein Verbrechen wird totgeschwiegen

Beitragvon Schattenkind am Mo 15. Feb 2010, 02:37

Noch im 20. Jahrhundert erreicht die Blutspur der Kirche einen schaurigen Höhepunkt: Im "katholischen Kroatien" werden zwischen 1941 und 1943 etwa eine Dreiviertelmillion orthodoxe Serben ermordet, zum Teil zuvor noch zum katholischen Glauben zwangskonvertiert.

An den Massakern beteiligen sich an maßgeblicher Stelle katholische Geistliche, vor allem Franziskanermönche. Der Vatikan ist über alles unterrichtet, behandelt das blutige Regime aber mit spürbarem Wohlwollen. Die katholische Hierarchie, allen voran der Militärvikar und Erzbischof von Zagreb, Alojzije Stepinac (1998 vom Papst selig gesprochen!), stützt das klerikalfaschistische Regime bis zuletzt moralisch ab. (Vgl. Karlheinz Deschner: "Ein Jahrhundert Heilsgeschichte", Band 2, 1983, S. 210 ff., und Vladimir Dedijer: "Jasenovac - das jugoslawische Auschwitz und der Vatikan", 1988)

(Siehe auch: hier.)

Schon kurz nach der Errichtung des Ustaša-Staates mit Einverleibung Nordserbiens und Bosniens wurde der pathologische Mörder Pavelić von Papst Pius XII im Vatikan samt Ministern und lokalen Kirchenoberhäuptern herzlich empfangen, "mit den liebsten Wünschen für die weitere Arbeit". Mile Budak: "Die Ustaša-Bewegung basiert auf der Religion. Für Minderheiten - Serben, Juden, Zigeuner - haben wir drei Millionen Patronen. Ein Drittel der Serben werden wir töten, ein anderes Drittel deportieren und das letzte Drittel werden wir in die Armee der Römisch-Katholischen Religion zwingen und sie so zu Kroaten machen. So wird unser neues Kroatien alle Serben bei uns ausmerzen und binnen zehn Jahren hundertprozentig katholisch sein."

Der Franziskanerpater Miroslav Filipović-Majstorović war vier Monate lang Lagerkommandant von Jasenovac. In dieser Zeit sind dort über 40.000 Menschen ermordet worden. Der Primas von Kroatien, der Erzbischof Stepinac, war immer voll des Lobes für das Pavelić-Regime. "Es ist leicht, die Hand Gottes in diesem Werk zu erkennen", schwärmte er. Diesem treuen Sohn des Vatikans und der Ustaša wurde am ersten Oktoberwochenende posthum eine besondere Ehre zuteil, als Papst Johannes Paul II. ihn bei seiner Kroatienvisite selig sprach. Dem Kardinal, der die "katholischen Schlachtfeste in Kroatien" (Karlheinz Deschner) bis zum bitteren Ende des Ustaša-Regimes verteidigte und dafür in der Volksrepublik Jugoslawien fünf Jahre lang inhaftiert war, wurde vom Papst als "die leuchtendste Gestalt der katholischen Kirche Kroatiens" bezeichnet.

Filipović-Majstorović hat sich 1942 als Militärkaplan einer Ustaša-Einheit aktiv an einem Massaker an Zivilisten beteiligt.

Katholische Bischöfe saßen mit im Ustaša-Parlament und man machte sich wie versprochen schnell an die "Arbeit", innerhalb von nur sechs Wochen wurde die Hälfte aller kroatischen Juden und 180.000 Serben von den Ustaša grausamst ermordet. Es wurden zwei kroatische SS-Divisionen ins Leben gerufen. Jasenovac war wegen seiner Massenenthauptungen berüchtigt, und der Franziskaner Stipendiat Brzica massakrierte eigenhändig in der Nacht zum 29.August 1942 1.360 Serben und Juden mit seinem Spezialmesser, und bei dieser Arbeit musste er mehrere Male seine Schürzen wechseln, welche ihm vor geronnenem Blut an seiner Bewegungsfreiheit hinderten!

Hier ein paar waschechte Katholiken, die im Namen des Faschismus unzählige Massenmorde begangen haben:

Bild
(Miroslav Filipović-Majstorović, auch "Pater Satan" genannt, Franziskaner, Kommandant des Konzentrationslagers Jasenovac, wurde nach dem Krieg zum Tode verurteilt und hingerichtet - von Karlheinz Deschner zum Schutzpatron der KZ-Kommandanten erklärt!)

Bild

Bild

(Siehe auch: hier.)

Die Beteiligung des Vatikans am Serben-Massenmord ist bis heute ein öffentliches Tabuthema und hierzulande fast unbekannt geblieben. Eine jüngst ausgestrahlte Fernsehdokumentation, die sich mit den Massakern auf dem Balkan während des Zweiten Weltkrieges beschäftigte, erwähnte diese "heilige Verstrickung" mit keinem Wort. Ich finde, das ist ein Skandal!
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Re: Jasenovac - ein Verbrechen wird totgeschwiegen

Beitragvon Mardas am Mo 15. Feb 2010, 03:45

Ja, ein sehr wichtiges und kaum in der Öffentlichkeit diskutiertes Thema, so wenig offenbar, dass "rote" Kritiker anscheinend die Einzigen sind, die mit ihrer Propaganda in Kirchengebiet wildern...
@Schattenkind:
Bitte aufpassen, wenn du solche kommentierte und augenscheinlich politisch weit links gestellte Seiten verlinkst, die Bilder und das Originalmaterial ist echt, aber die Propaganda drumherum stört mich ein wenig. Es ist überdies schlimm, dass ein solch wichtiges Thema nur im linken Milieu Aufmerksamkeit erfährt, ich misstraue dieser Seite in Teilen ein wenig und würde mich freuen, wenn du eine bessere Materialseite finden könntest...

Schattenkind hat geschrieben:Dem Kardinal, der die "katholischen Schlachtfeste in Kroatien" (Karlheinz Deschner) bis zum bitteren Ende des Ustaša-Regimes verteidigte und dafür in der Volksrepublik Jugoslawien fünf Jahre lang inhaftiert war, wurde vom Papst als "die leuchtendste Gestalt der katholischen Kirche Kroatiens" bezeichnet.


Jede weitere Ausführung dazu ist einfach nur überflüssig. Wenn dieses Phänomen an die Öffentlichkeit gelänge, würde der Vatikan ein noch viel schlechteres Image abwerfen, die Korrelationen zwischen Nationalsozialismus und der Kirche ist augenscheinlich ziemlich eng und kann auch von einem Schreiber unmöglich übergangen werden. Denn wenn ausgerechnet Papst Johannes Paul II., der "Friedenspapst", einen solchen offensichtlichen Verstoß gegen jegliche Menschenrechtsgedanken, seien sie christlich oder nicht, nicht ahndet, im Gegenteil diesen Mann sogar noch zum "Märtyrer" erklärt, dann ist das eine zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit, die nur auf der einseitigen Ebene des Kampfes gegen die kommunistische Religion basiert, mit Menschenrechten oder gar christlicher Nächstenliebe überhaupt gar nichts zu tun hat.
Williamson lässt grüßen.

P.S.: @Schattenkind: Der untere Mann ist übrigens österreichischer Jesuit.

Und noch hier etwas, was ich gerade gefunden habe: Nämlich die öffentliche Lehrmeinung über den Kardinal:
http://www.hic.hr/books/stepinac/deutsch/cetvrti-de.htm

Da gibt es folgende Passagen:

Kardinal Stepinac, 1942:
... Jedes Volk und jede Rasse hat das Recht auf ein menschenwürdiges Leben und einen menschenwürdigen Umgang... Deshalb verurteilt die katholische Kirche auch heute, wie immer in der Vergangenheit, Ungerechtigkeit und Gewalt, die im Namen von Klassen-, Rassen- und Nationaltheorien begangen werden. Sie würde ihre Pflicht versäumen, würde sie jetzt nicht mit gleicher Konsequenz ihre Stimme zur Verteidigung aller erheben, die sich über Ungerechtigkeiten beklagen..." (aus der Predigt in der Zagreber Kathedrale am 25. Oktober 1942, Benigar 1974, S. 442).

Kardinal Stepinac, 1943:
... Jeder Mensch, unabhängig von seiner Rasse, Nationalität oder von anderen Unterschieden, trägt den Stempel, die Züge des göttlichen Schöpfers und hat seine eigenen Rechte, die niemand mißachten oder gewaltsam einschränken darf" (Benigar 1974, S. 440).


Und hier zu den Vorwürfen gegen seine Vergangenheit unter den Ustasa:

Kardinal Stepinac, 1946:
Einige Dokumente sind gefälscht, ebenso wie die Bilder, auf denen gezeigt wird, wie ich die Hand zum faschistischen Gruß erhebe oder wie ich der Verabschiedungszeremonie der kroatischen Legion, die zum Schwarzen Meer abkommandiert wurde, beigewohnt habe. Ich habe weder dieser Zeremonie beigewohnt, noch habe ich die Hand zum faschistischen Gruß erhoben" (Inhalt der einzigen Anmerkung, die er während des Prozesses 1946 niederschrieb, Beluhan; 1967, S. 127).


Und jetzt besonders prekär als Indiz für die öffentliche Vertuschung der Kirche (Man meinte natürlich hier die Kommunisten):

Chicago's American, 11 Februar 1960:
" Der Tod von Alojzije Stepinac hat ein lebendiges Symbol des Widerstands gegen den Kommunismus beseitigt, jedoch ist die Lehre, die uns sein Leben gibt, geblieben: Solange es Leute irgendeines Glaubens gibt, die keine Kompromisse mit einer gefährlichen Diktatur zu schließen bereit sind, kann sich eine solche Diktatur nicht sicher fühlen"


Dagegen beschränkt sich Wikipedia auf folgenden kurzen Eintrag:

wikipedia hat geschrieben:Stepinac wurde vorgeworfen, als von Papst Pius XII. im Jahre 1942 für die Ustascha-Armee eingesetzter Militärvikar an der Ermordung serbischer Bevölkerung während des Zweiten Weltkriegs beteiligt gewesen zu sein. Seine Anhänger hingegen behaupten, er habe viele Opfer des faschistischen Regimes unter Ante Pavelić gerettet. Nach Stepinac' eigener Aussage hing von ihm im Jahr 1942 das Schicksal von 7000 Menschen ab. [1]


Wem also soll man hier mehr glauben? Stepinac selbst und der Kirche oder den Fakten?
Zuletzt geändert von Mardas am Mo 15. Feb 2010, 04:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Jasenovac - ein Verbrechen wird totgeschwiegen

Beitragvon Schattenkind am Mo 15. Feb 2010, 04:02

Sicherlich sind die Texte (zumindest des zweiten Links) mit Vorsicht zu genießen. Allerdings ist es bezeichnend, dass man auf "seriöseren" Seiten so gut wie nichts über die Verquirlung von Ustaša-Faschismus und Katholizismus erfährt. (Siehe z. B. hier.)

Immerhin gibt es ein hervorragendes Buch zu dem Thema, das ich jedem ans Herz legen möchte:

Jasenovac, das jugoslawische Auschwitz und der Vatikan von Vladimir Dedijer.

Die Dokumente und Fotos, die in diesem Buch präsentiert werden, legen ein beispielloses Zeugnis über die Grausamkeiten ab, zu denen kirchengläubige Menschen im 20. Jahrhundert fähig waren.

Kreuzzüge sowie Hexen- und Ketzerverbrennungen mögen viele Jahrhunderte her sein. Die Unterstützung des Faschismus und die Massaker auf dem Balkan zeigen jedoch auf erschreckende Weise, dass die Kirche sich auch im 20. Jahrhundert nicht geändert hat, dass sie vielmehr ein in Schafwolle gekleideter Wolf ist, der Kreide gefressen hat und dem humanistischen Zeitgeist nach dem Mund redet. Doch der Wind kann sich schnell wieder drehen.

Wikipedia hat geschrieben:Nach Stepinac' eigener Aussage hing von ihm im Jahr 1942 das Schicksal von 7000 Menschen ab.


Richtig ist, dass Stepinac 7000 Kindern Unterschlupf gewährte, deren Eltern serbischer Abstammung zuvor ermordet worden waren. Karlheinz Deschner bemerkt hierzu: "Die ‘Caritas’, der Erzbischof Stepinac präsidierte, ... machte sie zu Katholiken, ja, zu Priestern der alleinseligmachenden Kirche - und Ungezählte ahnen nicht, welchem Schicksal sie das ‘verdanken’" (Ein Jahrhundert Heilsgeschichte, Bd. 2, S. 237).

Richtig ist auch, dass es zeitweise gewisse Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Regime und der Kirche gab - hauptsächlich allerdings darüber, ob die unter Todesdrohung zwangsbekehrten Orthodoxen zu Katholiken oder zu Mitgliedern der mit Rom unierten Kirche des griechischen Ritus gemacht werden sollten. Auch soll Stepinac gegen Grausamkeitsexzesse der Ustascha protestiert haben.

Doch der Erzbischof von Zagreb tat dies niemals öffentlich, obwohl er der Mann war, ohne dessen Unterstützung das furchtbare Regime der Ustaschen sich nicht an der Macht hätte halten können.

Ebenso wie Papst Pius XII., der Pavelic und seinen mörderischen Kumpanen zahlreiche Audienzen gewährte, begrüßte Stepinac die faschistische Machtübernahme (1941) von Anfang an. Er forderte den Episkopat und den Klerus Kroatiens zur Zusammenarbeit mit dem Regime auf. Er ließ den Geburtstag von Pavelic in allen Kirchen feiern und ihm ein Te deum singen. Er ließ sich und zehn weiteren Klerikern 1942 einen Sitz im faschistischen Parlament zuweisen. Noch 1943, als bereits Hunderttausende Serben im Namen Gottes ermordet, vertrieben oder zwangsbekehrt waren, dankte er "vor allem den Franziskanern" für deren "Verdienste" bei der "Bekehrung" Orthodoxer. Die Franziskaner stellten in dieser Zeit viele ihrer Klöster als Waffenlager für die Ustascha zur Verfügung, zahlreiche Franziskaner beteiligten sich aktiv an den Massakern. Einer war sogar Kommandant eines Konzentrationslagers.

Weder Pius XII. noch Erzbischof Stepinac haben ein einziges Mal öffentlich ihre Stimme dagegen erhoben, dass Menschen im Namen Christi hingeschlachtet wurden, nur weil sie nicht katholisch waren. Nicht einer der Massenmörder, unter ihnen zahlreiche Priester, wurde exkommuniziert. Mit den Seligsprechungen von Stepinac (1998) und von Pius XII. (geplant für das Jahr 2000), führt Johannes Paul II. diese katholische Politik konsequent fort. Stepinac hat sich offensichtlich um die Rom-Kirche verdient gemacht. (Quelle: Das weiße Pferd.)


Im Grunde genommen war die Sachlage ganz einfach: Die Ziele des neu gegründeten Ustaša-Staates deckten sich mit denen des Vatikans. Die orthodoxen Serben störten dabei, daher sollte mit ihnen kurzer Prozess gemacht werden.
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Re: Jasenovac - ein Verbrechen wird totgeschwiegen

Beitragvon Mardas am Mo 15. Feb 2010, 13:00

Wo wir gerade dabei sind: Hier ist ein anderer Thread, in dem angedacht war, über das Prinzip zu reden:

viewtopic.php?f=5&t=4489

Ich wäre übrigens froh, wenn sich ein Christ hier mal äußern würde ;).
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Re: Jasenovac - ein Verbrechen wird totgeschwiegen

Beitragvon magog am Mo 15. Feb 2010, 15:08

ich dachte, die katholiken und orthodoxen wären in kommunion? also für die orthodoxen ist der papst nur ein weiterer patriarch. naja, gut möglich, dass die katholen das anders sehen...
"... und es soll geschehen, wenn du draußen niederkauerst, daß du dann damit ein Loch graben und dich umwenden und deine Exkremente bedecken sollst. Denn Jehova, dein Gott, schreitet inmitten deines Lagers ..." (Deuteronomium 23:13,14)
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Re: Jasenovac - ein Verbrechen wird totgeschwiegen

Beitragvon bonito am Mo 15. Feb 2010, 16:01

Mardas hat geschrieben:Ich wäre übrigens froh, wenn sich ein Christ hier mal äußern würde ;).


Das tun die erst, wenn sie einen Dreh gefunden haben diese Verbrechen als atheistisch hinzustellen.
Unter den vielen Lügenmächten, die in der Welt wirksam sind, ist die Theologie eine der ersten.
(Mahatma Gandhi, indischer Politiker und Reformator, 1869-1948)
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Re: Jasenovac - ein Verbrechen wird totgeschwiegen

Beitragvon Koma am Di 16. Feb 2010, 10:33

magog hat geschrieben:ich dachte, die katholiken und orthodoxen wären in kommunion?

Mitnichten. Da gibts so einen Spruch unter den Serben:
"Wir bekreuzigen uns nicht mit der ganzen Pfote wie die Katholiken, wir nehmen nur drei Finger."
Es wird bewusst "Pfote" gesagt :wink: . Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger stehen für, im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes.
also für die orthodoxen ist der papst nur ein weiterer patriarch.

Von den serbisch orthodoxen wird der Papst überhaupt nicht anerkannt weil es laut orthodoxen keinen stellvertretter Gottes auf Erden geben kann, sowie sie auch nicht an eine jungfräuliche Geburt glauben.
Wusstest du das der Papst nicht in Serbien Einreisen darf? Er dürfte schon, aber zuerst müsste er in Jasenovac niederknien und seinen Gott um Vergebung bitten, für die Gräueltaten und Morde an über einer halbe Million Serben und Romas, die durch Katholiken und der RKK im 2. Weltkrieg geschehen konnte. Das tat er bis heut noch nicht.
Die Serben haben im 2. Weltkrieg gegen den Faschismus gekämpft, was sie von den Kroaten die katholisch sind, doch wesentlich unterscheidet.
Sie sind für mich ja auch nur ein Arschloch, aber ich schreibe es doch nicht andauernd!
Ich bedanke mich bei Angelus Silesius, der mich zu dieser Sig ermutigte.
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Re: Jasenovac - ein Verbrechen wird totgeschwiegen

Beitragvon Mardas am So 23. Mai 2010, 18:04

Ich habe mal ein Video dazu in meinem Kanal gemacht, vielleicht trägt das dazu bei, dass das bekannter wird (momentan habe ich nur erst 15 Abonnenten, aber immerhin ;) ).
http://www.youtube.com/watch?v=U5ztqYzdoBM
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Re: Jasenovac - ein Verbrechen wird totgeschwiegen

Beitragvon Babelfisch am Do 27. Mai 2010, 20:15

Es ist ja auch erschreckend, dass so etwas so unbekannt ist. Die meisten Menschen haben wohl noch nie davon gehört. Aber das liegt wohl daran, dass es der "Massenmörder sind Atheisten"-These widerspricht.
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Re: Jasenovac - ein Verbrechen wird totgeschwiegen

Beitragvon Mardas am Do 27. Mai 2010, 21:13

Ich unterhalte mich gerade in meiner Kommentarfunktion mit einem Typen, der die Ustasa-Bewegung den Frankisten anhängt, einer jüdischen Gruppierung im 19. Jahrhundert... Ich habe noch nie einen so treffenden Beweis für die Verstümmelung dieses Themas und die Leugnung desselben gesehen...
Dieses Thema ist so wichtig, dass ich glaube, dass es unbedingt in die Öffentlichkeit kommen muss. Es kann nicht angehen, dass dieses Thema in antisemitischer Weise missbraucht wird, und heutzutage haben wir die Finanzkrise, da ist die Hemmschwelle bedeutend höher, extrem zu werden.
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Re: Jasenovac - ein Verbrechen wird totgeschwiegen

Beitragvon Babelfisch am So 30. Mai 2010, 17:44

Mardas hat geschrieben:Ich unterhalte mich gerade in meiner Kommentarfunktion mit einem Typen, der die Ustasa-Bewegung den Frankisten anhängt, einer jüdischen Gruppierung im 19. Jahrhundert... Ich habe noch nie einen so treffenden Beweis für die Verstümmelung dieses Themas und die Leugnung desselben gesehen...
Dieses Thema ist so wichtig, dass ich glaube, dass es unbedingt in die Öffentlichkeit kommen muss. Es kann nicht angehen, dass dieses Thema in antisemitischer Weise missbraucht wird, und heutzutage haben wir die Finanzkrise, da ist die Hemmschwelle bedeutend höher, extrem zu werden.

Ich denke auch, dasss die Öffentlichkeit mehr darüber wissen sollte.
Allerdings wird auch das wohl einige Idioten nicht davon abhalten, das ganze für ihre antisimitische Hetze zu missbrauchen.
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Re: Jasenovac - ein Verbrechen wird totgeschwiegen

Beitragvon Pit am So 30. Mai 2010, 17:56

Koma hat geschrieben:...
Von den serbisch orthodoxen wird der Papst überhaupt nicht anerkannt weil es laut orthodoxen keinen stellvertretter Gottes auf Erden geben kann, sowie sie auch nicht an eine jungfräuliche Geburt glauben.
...


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Re: Jasenovac - ein Verbrechen wird totgeschwiegen

Beitragvon Mardas am So 30. Mai 2010, 19:25

Mardas hat geschrieben:Ich unterhalte mich gerade in meiner Kommentarfunktion mit einem Typen, der die Ustasa-Bewegung den Frankisten anhängt, einer jüdischen Gruppierung im 19. Jahrhundert... Ich habe noch nie einen so treffenden Beweis für die Verstümmelung dieses Themas und die Leugnung desselben gesehen...
Dieses Thema ist so wichtig, dass ich glaube, dass es unbedingt in die Öffentlichkeit kommen muss. Es kann nicht angehen, dass dieses Thema in antisemitischer Weise missbraucht wird, und heutzutage haben wir die Finanzkrise, da ist die Hemmschwelle bedeutend höher, extrem zu werden.

Muss mich korrigieren, der Typ meinte irgendeine Nationalistenbewegung der Frankisten, nicht die jüdischen Frankisten. Das ändert natürlich nichts daran, dass er die katholische Einflussnahme verleugnen will.
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Re: Jasenovac - ein Verbrechen wird totgeschwiegen

Beitragvon Koma am Mo 31. Mai 2010, 08:00

Pit hat geschrieben:
Koma hat geschrieben:...
Von den serbisch orthodoxen wird der Papst überhaupt nicht anerkannt weil es laut orthodoxen keinen stellvertretter Gottes auf Erden geben kann, sowie sie auch nicht an eine jungfräuliche Geburt glauben.
...

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ähmm, ich habe wiedergegeben was ich noch aus meiner Kindheit in Erinnerung habe. Wen ich aber google, kommt tatsächlich nichts gescheites dabei raus um mein Geschriebenes zu stützen. Evtl. verwechsle ich jungfräuliche Geburt mit der unbefleckten Empfängnis. Ob es da Unterschiede gibt zur katholischen Glaubenslehre?
Ich werde wohl selbst nachfragen müssen ob das nicht-augustinischen Verständnisse der Erbsündenlehre der orthodoxen Kirche, mit dem in Zusammenhang steht.
Vielleicht könnte uns da auch Konstandinos weiterhelfen dann müsste ich nicht extra zum Prister.
Also ich werde auf jeden Fall mal noch Papi fragen, da es mich jetzt selbst wunder nimmt, was mir da gelehrt wurde oder ob ich da was komplett falsch Verstanden habe. :)
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Re: Jasenovac - ein Verbrechen wird totgeschwiegen

Beitragvon Schattenkind am Mo 30. Aug 2010, 16:47

Ich fände es viel zu schade, wenn dieser Thread in Vergessenheit geriete... :roll:



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